Lehrpersonen bei der Beurteilung der Lernleistungen von Schülerinnen und Schülern zur Zusammenarbeit bewegen. Welchen Sinn hat dies aus Sicht der Lehrpersonen?
DOI:
https://doi.org/10.24452/sjer.48.1.11Schlagwörter:
Réforme éducative ; légitimité ; sens accordé ; collaboration ; enseignant·e·s ; évaluation des apprentissages.Abstract
Die bundesweite Bildungspolitik „Gemeinsames prüfen“ verpflichtet Lehrpersonen der Sekundarstufe II (15–20 Jahre) in der Schweiz zur Zusammenarbeit bei der Beurteilung von Lernleistungen. Welchen Sinn schreiben Lehrpersonen dieser Vorgabe zu – oder auch nicht? Dieser Beitrag basiert auf Interviews mit 28 Lehrpersonen aus drei Schulen der französischsprachigen Schweiz. Ihre Darstellungen werden anhand der Legitimitätstypologie von Suchman (1995) analysiert. Die Ergebnisse zeigen divergierende, teils ambivalente Sichtweisen der Lehrpersonen. Über individuelle Vorstellungen hinaus diskutiert der Beitrag die zentrale Rolle des Kollektivs bei der Sinnkonstruktion dieser bildungspolitischen Massnahme und verdeutlicht deren dynamischen und situativen Charakter.
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