Schülerinnen im Gymnasium: ein interkantonaler Vergleich der ungleichen Beteiligung von Mädchen in der Schweiz im 20. Jahrhundert
Abstract
Dieser Artikel stellt die Entwicklung der Mädchenbeteiligung in der gymnasialen Sekundarstufe II in der Schweiz während des 20. Jahrhunderts dar. Dazu kann er auf eine umfangreiche Grundlage statistischer Langzeitdaten zurückgreifen. In einem ersten Schritt werden die Unterschiede zwischen den Kantonen dargestellt und drei Phasen der Beteiligung von Mädchen im Gymnasium hergeleitet. In einem zweiten Schritt werden die festgestellten Unterschiede mit Blick auf die strukturelle Differenzierung der Gymnasien untersucht und die Bedeutung institutioneller Rahmenbedingungen für Geschlechterdifferenzen in der Schule diskutiert.
Schlagwörter
Mädchenbildung; Historische Statistik; Bildungspolitik; Gymnasium; Soziale Ungleichheit
Autor/innen-Biografie
Thomas Werner Ruoss
Thomas Ruoss arbeitet als Post-Doc am Lehrstuhl für Berufsbildung der Universität Zürich. Forschungsschwerpunkte: Bildungspolitikforschung, historische Bildungsforschung, Statistikgeschichte, Ökonomie und Bildung; Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Zürich, Kantonsschulstrasse 3, 8001 Zürich.
E-Mail: truoss@ife.uzh.ch
Lars Heinzer
Lars Heinzer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt «Bildung in Zahlen». Forschungsschwerpunkte: Historische Bildungsforschung, Historische Bildungsstatistik mit speziellem Fokus auf Pflege- und Landwirtschaftsschulen; Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Zürich, Freiestrasse 136, 8001 Zürich.
