Partizipative Governance im Bildungswesen: Zwischen partnerschaftlichem Anspruch und politischen Auseinandersetzungen im Kanton Genf
Abstract
Dieser Artikel befasst sich mit der Steuerung öffentlicher Bildungsmassnahmen im Rahmen eines Reformprojekts für die letzte Stufe der obligatorischen Schulbildung im Kanton Genf. Dabei wird die Rolle nichtstaatlicher Akteure in dem von den Behörden als partnerschaftliche Zusammenarbeit dargestellten Reformprozess untersucht. Hat der partizipative Ansatz dazu geführt, dass die Interessengruppen zu echten Partnern geworden sind? Die Soziologie des öffentlichen Handelns dient als theoretischer Ansatz, um die Beziehungen zwischen Behörden und Interessengruppen zu untersuchen. Eine Analyse von Beobachtungsnotizen, Interviews, Debatten und parlamentarischen Berichten zeigt, dass der Einfluss nichtstaatlicher Akteure durch das Gewicht politischer Fragen, die über pädagogische Fragen hinausgehen, begrenzt ist.
Schlagwörter
Governance; öffentlichen Politik; nichtstaatliche Akteure; Partnerschaft; obligatorische Sekundarschulbildung
Autor/innen-Biografie
Sonia Revaz
Sonia Revaz est maitre-assistante à l’Université de Genève et chargée d’enseignement à la Haute école pédagogique du Valais. Elle est spécialisée dans l’analyse des politiques éducatives. Ses travaux s’inscrivent dans une sociologie de l’action publique et questionnent le changement dans les institutions scolaires ainsi que les mécanismes de régulation des systèmes éducatifs.
Université de Genève, Boulevard du Pont-d'Arve 40, 1205 Genève
E-Mail : sonia.revaz@unige.ch
Guillaume Annen
Guillaume Annen est assistant de recherche à l’Université de Genève. Titulaire d’un Master en socioéconomie, il s’est familiarisé avec le domaine de l’éducation à travers ses expériences professionnelles à l’Observatoire de la vie étudiante de l’UNIGE et au Service de recherche en éducation de Genève.
AGICOA, Rue Pestalozzi 1, 1202 Genève
E-Mail: gan@agicoa.org